auf wunsch eines users im 1000steine-forum anbei die bauanleitung für meine kesselwagen. ich gehe davon aus, dass jeder, der die irgendwo auf einer ausstellung zeigt, darauf hinweist, wer den eigentlich "erfunden" hat ;)
dies ist die neueste version mit nahezu glatter kesseloberfläche.
Diese neue Version fährt außerdem für den griechischen Drucklufthersteller oλ. Ausgesprochen heißt die Firma o'kronlambda. Wird wohl an der Zeichenfolge liegen. ;)
Teileliste
Drehgestelle / bogies:
Rahmen:
Plattformen:
Mittelteil:
Kessel:
(einige Teile sind eingefärbt, damit die Bauschritte deutlich werden. Natürlich bleiben alle Teile in der Farbe, wie oben gezeigt.)
Den Halbzylinder gibt es 2015 in sieben Farben (weiß, dunkelrot, lila, beige, durchsichtig, dunkelorange und hellgrau). Bis auf die weißen wurden alle nur in einem oder zwei Sets verwendet und dementsprechend selten / teuer / schwer zu kriegen. Diese Version des Kesselwagens daher nur in hellgrau, weiß und dunkelrot - und bei der Verwendung von vier Halbslopes 1x2 auch in dark purple - möglich.
Bei den Farben trans-clear (farblos) und tan (beige) fehlen die runden Seitenteile des Mittelstücks.
In der Farbe dark orange (hellbraun / dunkelorange) fehlen leider die runden Seitenteile des Mittelstücks. Nimmt man statt diesen allerdings weiße und ersetzt die 1x4-Platten darunter und darüber auch durch weiße, könnte man den weißen Streifen darstellen, der anzeigt, ob ein Kesselwagen selbstentlüftend ist. Der ist im Vorbild zwar schmaler (entspräche einer Plattenstärke, aber vielleicht könnt ihr damit leben). Davon abgesehen gibt es die dark orangenen Halbzylinder noch nicht einzeln. Aber bestimmt in ein paar Wochen.
Mittwoch, 12. August 2015
die bittere Erkenntnis ist, dass auch ein 5m langer Bautisch mittlerweile nicht ausreicht, um so ein Modul ausreichend gut zu fotografieren. also musste meine erika herhalten (das sofa).
Anbei ein "neues" Moc von eurem Schrägbauer MTM (Bezeichnung von BigBoy zum Aufbautag der LEGO-Welten-Ausstellung. Danke :) )
Kleinplasitzsch, Brandenburg Herbst 1994
"Hallo ihr,
ich bin Justin. Ich will euch heute mal ein Stück meiner Heimat zeigen: Brandenburg. Oder so. Das weiß hier keiner so genau. Denn eigentlich interessiert es eh keinen, weil hier eh nichts los ist. Aber mein Hund Ronny und ich, wir mögen diese Gegend hier. Wir sind zusammen hier aufgewachsen."
Das Problem an dieser Gegend beschreibt dieses Schild eigentlich deutlich: "Ende 40". Zumindest sind die meisten Menschen hier so alt, oder älter..."
"Unsere Region hier lebt von der Landwirtschaft. Vor allem Getreide, aber auch Raps wird hier angebaut. Der Boden fruchtbar, aber wenn die Sommer sehr heiß sind, wird er ganz schnell karg und trocken."
"Ein weiteres Problem sind unsere schlechten Straßen. Schlaglöcher, wo man hinschaut. Dieses hier ist noch vergleichsweise klein.
Aber was soll man auch erwarten, wenn sämtliche Straßen noch kopfsteingepflastert sind. Das ist ja sowas von Neunziger! Aber es ist eine bewährte und stabile Bautechnik."
Hier sieht man die Güterzugstrecke nach Tschechien. Personenzüge gibt es hier nicht. Aber es kommt zweimal am Tag der Bus durch mein Heimatdorf und einmal pro Woche ein fahrender Kiosk. Eigentlich haben wir hier alles, was man zum Leben braucht."
Da vorn steht mein bester Freund. Harald. Harald ist schon Rentner und lebt auch schon sein Leben lang hier.
Manchmal erzählt er die spannenden Geschichten von früher. Was hier alles passierte und war. Naja. Dann erzählt er davon, wie es war, wo er diese Landschaft hier mit aufgebaut hat. Da waren die Wiesen noch grüner... Was auch immer das heißt...
... und das alte Stellwerk war noch nicht abgerissen...
... aber manchmal merkt man auch, dass er zu viel in der Eckkneipe sitzt. Dann erzählt er von seltsamen Begegnungen...
Als ob man hier jemandem zufällig begegnen würde...
[b]zum Bau:
Leipzig, Sommer 2015[/b]
Endlich komme ich mal dazu, mein zweiten Modul im LEN-Format vorzustellen. Nachdem es jetzt beim Großbahntreffen in Schkeuditz und in der LEGO-Welten-Ausstellung in den Höfen am Brühl zu sehen war, hab ich es endlich geschafft, vernünftige Bilder davon zu machen.
Das Modul hat eine Länge von 11 geraden Gleisstücken (also 176 Noppen, also etwa 1,40m) und eine Tiefe von 64 Noppen (rund 51cm).
Im Grunde genommen ist ja gar nichts drauf: ein eingleisiger Streckenabschnitt und eine Straße. Trotzdem komme ich damit auf gut schätzungsweise 4000-5000 Teile. Allein die dunkelgrauen 1x1 Fliesen schlagen mit 2200 Stück zu Buche, dazu kommen noch etwa 1000 Getreidehalme.
Ursprünglich wollte ich einen normalen Bahnübergang im 90°-Winkel bauen. Das sah aber zum einen nicht besonders spannend aus, zum anderen wäre das wahrscheinlich noch langweiliger zum Bauen gewesen. 2000 Fliesen setzen ist nämlich schon eine ziemlich öde Angelegenheit, von den Getreidehalmen ganz zu schweigen.
Die Bahnübergangssicherung (Blinklichter) ist eigentlich 12V-gesteuert, heißt, es blinkt. Für die Ausstellung in den Höfen hab ich aber die (teuren Kabel und Lampen) ausgebaut und gut verstaut. So gut, dass ich sie zum Fototermin heute nicht mehr gefunden habe :( Aber eigentlich geht das Kabel dazu direkt am Andreaskreuz in den Boden und dann unter dem Bahndamm zum Nachbarmodul (oder evtl. weiter), wo sich die Schaltzentrale für Bahnübergang, aber auch Lampen auf dem Bahnhofsmodul befindet.
Die Konstruktion des schrägen Straßenverlaufs und besonders der Abschluss mit den hochkant stehenden doppelten Käseecken erfordert ein relativ hohes Straßenniveau. Eine Platte könnte ich noch tiefer gehen, mehr aber nicht. (Damit rechtfertigt sich zumindest für dieses Modul der hohe Bahndamm von 4 Platten). Außerdem, glaube ich, ist so ein schräger Übergang nur baubar, eben weil die Kopfsteinpflaster je eine halbe Noppe zueinander versetzt sind. (Berichtigt mich, wenn das falsch ist!)
Und diese Bauweise hab ich mit der abwechselnden Anordnung von AZMEPs und 1x2 Platten gelöst.
Kniffelig war dann nochmal der Übergang der schrägen Straße zur "geraden" Wiese. Das hab ich dann mit einer Art "Schiebetechnik" versucht, zu machen. Da ist sicherlich noch Verbesserungspotenzial, aber ehrlich gesagt, hatte ich dann keine Lust mehr, sondern ein neues Projekt meldete sich zu Wort :)
Und der Rest ist nur Ausschmückung.
Anbei noch ein euch bekanntes Video (Rückblende Großbahntreffen Schkeuditz) mit Bahnübergang und einem langen Güterzug in Aktion:
Die Bauzeit beträgt etwa 6 Monate. Hab eben festgestellt, dass ich die ersten Bilder Silvester gemacht hab. Mit viel Zeit dazwischen, wo ich nichts gemacht hab, außer zu gucken und es nicht gut zu finden.
Ich hoffe, euch gefällts. Bitte spart nicht mit Kommentaren, Häme, Neid, Beglückwünschungen und Verbesserungsvorschlägen!
endlich! ich war dabei. vielmehr. wir! waren dabei. denn ohne die anderen hätte es nicht funktioniert und vor allem nicht so viel spaß gemacht.
wir, das waren kevin mit sohn colin, gunter, meine eltern und ich.
ziel der ausstellung war, zu zeigen, dass lego nicht nur kinderspielzeug ist, sondern auch modellbahn sein kann. zumindest hatten wir uns darauf geeinigt, (bis aufs rollmaterial (also Loks und waggons und zwei, drei autos) keine sets zu verwenden. damit hebten wir uns auch gleich vom nachbarstand ab, auf dem eine legobahn stand, die vor allem aus sets und umgebauten sets betand.
die ausstellung fand am letzten wochenende statt, aufbau war ab ddonnerstag möglich. wir waren gegen 18 uhr vor ort und bauten mit hilfe von gestellten quadratmetertischen und holzplatten (auch in ausreichender menge gestellt) unsere anlage auf. die länge betrug etwa 9,50 bis 10m. die tiefe ungefähr einen meter. im bereich der wendeschleife etwas mehr.
gegenüber und nebenan waren oben erwähnte legoeisenbahn und händler verschiedenster sachen.
erster ausstellungstag und "kleine eröffnung" war freitag 15 uhr. die große eröffnung mit dem oberbürgermeister der stadt schkeuditz fand dann am samstag im rahmen des stadtfestes statt. da ging es dann auch schon 9 uhr los (bis 19 uhr).
das war die erste ausstellung dieser art für mich und meine beiden mitaussteller. bisher kannte ich nur jene von den höfen am brühl: auspacken, hinstellen, einglasen lassen, weggehehen, hoffen, dass man nach 3 wochen noch wieder was mit nach hause nehmen kann.
hier aber kamen die besucher bis an die platte und fotografierten, fragten, schüttelten die köpfe oder wollten wissen, wo man dieses oder jenes her bekommt. weggekommen ist aber trotzdem nichts.
spaß hat neben dem erklären vor allem das fahren uns rangieren gemacht. so eine anlage mit zwei anderen fahrbegeisterten zu steuern, macht schon laune. vielleicht sollten wir beim nächsten mal aber mehr möglichkeiten zum rangieren einbauen. denn das fahrenlassen von langen güterzügen ist das eine. das wegrangieren und neu zusammenstellen eben dieser züge ist aber was ganz anderes und kann gut nebeneinander gemacht werden.
hauptsache ist, dass sich immer was bewegt.
aber nun will ich den geneigten leser nicht weiter warten lassen und endlich bildlich werden:
das erste video ist nicht von mir, sondern von einem gartenbahner. ab 7:10 sieht man kurz die lego-nachbaranlage, ab 7:26 dann einen ausschnitt unserer anlage mit Kesselwagenzug.
stars der anlage waren nach besucherreaktionen neben den langen kesselwagenganzzügen die beiden taucherbrillen (die rote und blaue lok) die von vielen besuchern erkannt wurden.
aber auch der doppellokomotivte santa fe von kevin war ein Schmuckstück und außerdem der fleißigste zug: er hat wohl die meiste strecke von allen unseren zügen zurückgelegt.
überhaupt gab es viele interessierte besucher, die uns dreien (oder sonntag meinen eltern noch) viele fragen stellten.
aufbau:
10m länge sehen von einem ende zum anderen doch ganz schön weit aus... aber wir haben sie auch gebraucht. ein kurzfristiges "angebot", auf 6m umzuschwenken, haben wir glücklicherweise noch abgeleht...
auch, wenn es anders aussieht, auf dem t-Shirt meines vaters stand leider nicht "PROFI schienenverleger" - hätte aber gepasst.
leider hab ich nicht gezählt, wie viele geraden wir letztlich ausgelegt haben, 150 werden es aber wohl gewesen sein - und dazu etwa 30 kurven.
von unserer 9V-wendeschleife gibts leider gar kein foto. letztlich funktionierte es aber, mit zwei trafos dort einen 9V-betriebenen zug wenden zu lassen.
neben dem stellwerk die 12V-schaltstation für bahnübergangs-blinklicht und bahnhofsbeleuchtung.
leider war es in schkeuditz meistens sehr hell (sommer eben), sodass man solche details nicht so richtig gesehen hat.
übersicht über den bahnhof "kleinplasitzsch". unten schließt sich die wendeschleife und die kurve an das gleis ganz links an. oben kommen der bahnübergang, die schrottplätze, abstellgleise und die andere kurve nach ganz links um dem fairground-mixer herum.
derselbe zug etwas weiter "nördlich".
solche langen züge fuhren in der regel gut. allerdings braucht man schon zwei 9V-Motoren, um das ganze wirklich stabil anzutreiben. der santa fe hatte derer drei, das war schon ein kraftpaket. oben rechts fehlen noch zwei abstellgleise, die erst im laufe des samstags dort entstanden sind und nicht nur zum abstellen von waggons notwendig waren, sondern viele rangiermöglichkeiten brachten.
auch, wenn es schon gezeigt wurde: blick von oben auf den "schrägen" bahnübergang, der nochmal als moc gesondert vorgestellt wird.
blick vom bahnübergang am reifendepot vorbei richtung bahnhof kleinplasitzsch
am Samstag abend ging es zum ausstellerabend mit dieser und einer weiteren straßenbahn durch leipzig und zum straßenbahnmuseum möckern. wir waren in der zweiten gruppe und durften mit einer aus den 60ern mitfahren. das war schon ein erlebnis der ... langsamen ... anderen art.
impressionen: noch einmal: lange güterzüge.
Video 1:
Video 2:
so eine platte geht am besten zu zweit oder zu dritt zu bespielen. zumindest, wenn für abwechslung gesorgt sein will. gut, dass unser jüngster aussteller so viel durchhaltevermögen und spaß an der sache hatte.
ein dank geht daher an kevin, colin und gunter. danke für euren einsatz. es war ein wunderbares wochenende.
meine eltern übernahmen am sonntag meinen platz für die betreuung der anlage, weil ich arbeiten musste und nitaussteller kevin nicht alles alleine machen sollte / vermutlich eher: durfte.
jedenfalls kamen die beiden mit einem dicken grinsen wieder nach leipzig :)
fazit:
sehr schöne ausstellung, die eine vielfalt von modelleisenbahn gezeigt hat. die organisation war super. großen dank geht an "bahnrolli" uwe männicke, der die ausstellung leitete und von anfang an der idee einer lego-eisenbahn offen gegenüberstand.
ein vorinteresse für eine weitere ausstellung wurde bereits an uns herangetragen, aber unabhängig davon kann ich mir gut vorstellen, im nächsten jahr wieder in schkeuditz dabei zu sein...
lpd: Kleinplasitzsch: Am Abend wurde die 200-Seelen-Gemeinde Kleinplasitzsch, gelegen an der Bahnstrecke von Setten nach Ustaw nach langer Wartezeit ans 12V-Stromnetz angeschlossen. Die ersten Verbraucher dieser Neuerung waren die drei Lampen am Kleinplasitzscher Bahnsteig, sowie zwei weitere auf der Ladestraße gegenüber. Damit ist der Bahnhof ab jetzt in romatisch schummriges Licht getaucht, was sicherlich nicht nur bei Liebespärchen Gefallen finden wird.
Bildunterschrift hinzufügen
Außerdem wird am morgigen Tag die Blinklichtanlage am nahegelegenen Bahnübergang in Betrieb genommen. Mangels externer finanzieller Unterstützung bleibt der Bahnübergang Richtung Ustaw allerdings weiterhin unbeleuchtet. Da sich dort aber Schranken befinden, stellt der zuständige Bahnsprecher keine akute Gefahr fest.
Noch herrscht Chaos auf dem Bahngelände, was aber morgen beräumt werden soll, so ein Bahnsprecher. Auch verspricht der zuständige Reporter der Lokalzeitung, morgen Fotos per Fotoapperat zu schießen, nicht mehr mit Handy.
anbei eine kleine info:
es ist mir geglückt, ein funktionierendes, puristisches 9V-hauptlichtsignal plus angeschlossenem vorsignal zu bauen. bilder gibt es noch keine, aber eine kurze erklärung:
- wenn das hauptlichtsignal 'grün' zeigt, dann zeigt das dazugehörige vorsignal ein gelbes licht.
- wenn das hauptsignal 'rot' zeigt, wechselt auch das vorsignal von 'gelb' auf 'gelb blinkend'
das ganze ist ausschließlich mit 9V-LEGO-elementen gebaut worden und wird auf dem "großbahntreffen schkeuditz" in anderthalb wochen vorgestellt.